Rund 200 Gäste feiern gemeinsam die Einweihung des neuen Bahnhofsvorplatzes
Meldung aus Sontra
Modernes Entrée für Sontra
Nach einer intensiven Planungs- und Bauphase hat die Berg- und Hänselstadt Sontra am Samstag einen Meilenstein gefeiert: Die feierliche Einweihung des neu gestalteten Bahnhofsvorplatzes. Am vergangenen Samstag versammelten sich punkt 14 Uhr Bürger, Projektbeteiligte sowie Ehrengäste auf dem Gelände an der Bahnhofstraße, um gemeinsam die Eröffnung des modernisierten Areals zu begehen. Dass die Feierlichkeiten zugleich im Zeichen des 150-jährigen Jubiläums des Sontraer Bahnhofs standen, verlieh dem Ereignis zusätzlichen Glanz.
Der neue Vorplatz präsentiert sich nun als einladender, offener Raum, der die Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs in Sontra unterstreicht. Großzügige Sitzgelegenheiten, überdachte Fahrradständer und eine ansprechende Begrünung schaffen eine Atmosphäre, die den Aufenthalt für Pendler, Reisende und Gäste deutlich aufwertet.
Bürgermeister Thomas Eckhardt würdigte in seiner Ansprache das Projekt als „Vorzeigeobjekt und wichtiges Eingangsportal zur Stadt“. Zugleich betonte er den Sicherheitsgewinn durch zusätzliche Beleuchtungen und Kameras. „Damit setzen wir ein klares Zeichen gegen Vandalismus. Das Projekt begann mit der Frage an die Deutsche Bahn, wie es mit dem Bahnhof weitergehen soll. Heute sehen wir das beeindruckende Ergebnis.“
Ein besonderer Dank der Stadt ging an diesem Tag an die ausführenden Unternehmen: die Firma Küllmer Bau sowie die Sontraer Firma Garten- und Landschaftsbau Ladner, die maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beitrugen.
Auch finanziell ist die Stadt klug vorgegangen: Die Baumaßnahmen schlugen mit rund 1,07 Millionen Euro zu Buche. Dank umfangreicher Fördermittel liegt der Eigenanteil der Stadt bei knapp 195.000 Euro. Beiträge aus dem Programm „Lebendige Zentren“ sowie Förderungen von Hessen Mobil machten den Umbau möglich.
Dass der Bahnhofsvorplatz aber nur ein Baustein in einer größeren Entwicklung ist, wurde bei den Einweihungsfeierlichkeiten deutlich. Vater und Sohn Reinhard und Tim-Henrik Ehmer – die neuen Eigentümer des historischen Bahnhofsgebäudes – gaben Einblicke in die laufenden Sanierungsarbeiten. Mit großer Leidenschaft gestalten sie das mehr als 150 Jahre alte Gebäude um und lassen den Charme vergangener Zeiten mit moderner Nutzung verschmelzen. Geplant sind unter anderem Ferienwohnungen, Veranstaltungsräume und ein gastronomischer Bereich. „In diesem Projekt steckt viel Geschichte und noch mehr Herzblut“, so die beiden Investoren. Bereits jetzt, berichteten sie, seien erste Anfragen für Hochzeiten in den kommenden Jahren eingegangen.
Für Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus der Region zeigte sich der neue Vorplatz als wichtiges Zeichen für die Attraktivität ländlicher Räume. Bundestagsabgeordneter Wilhelm Gebhard erinnerte daran, wie wesentlich ein Bahnhof als erster Eindruck für Reisende sei. Landesbeauftragter Knut John bezeichnete den Bahnhof als „Symbol der Freiheit und Mobilität“, während Karina Fissmann-Renner den Beitrag zur Sicherheit hervorhob. Felix Martin und Friedel Lenze würdigten das Engagement der Stadt und der Investoren.
Rund 200 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich das Bahnhofsgebäude bei Führungen anzusehen. Die musikalische Begleitung durch die Silver Lions Sontra und den Landsknechtsfanfarenzug Sontra verlieh der Einweihung einen festlichen Rahmen. Für die Kleinen bot eine Hüpfburg Unterhaltung, während die ASH für Speisen und Getränke sorgte. Zudem präsentierte sich der Nahverkehr Werra-Meißner mit einem Informationsstand.
Am Ende dieses sonnigen Einweihungstages zeigt sich: Der neue Bahnhofsvorplatz ist nicht nur ein moderner Verkehrsknotenpunkt, sondern ein Ort, an dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft Sontras zusammenkommen.
Text: Matthias Hübner


